Strömung für SPS-Korallen – richtig einstellen und verteilen

SPS-Korallen stellen besondere Anforderungen an die Wasserbewegung im Meerwasseraquarium. Neben stabilen Wasserwerten und einer passenden Beleuchtung spielt auch die Strömung eine zentrale Rolle.

Dabei gilt nicht: Je stärker die Strömungspumpe, desto besser. Entscheidend ist eine kräftige, gut verteilte und möglichst dynamische Wasserbewegung, die zum Aquarium, zum Riffaufbau und zum SPS-Besatz passt.

Die richtige Strömung für SPS-Korallen entsteht deshalb nicht allein durch eine bestimmte Angabe in l/h. Entscheidend ist, wie das Wasser tatsächlich durch das Riff und um die Korallen bewegt wird.

Lernziele

Nach diesem Artikel kannst du:

  • erklären, warum SPS-Korallen eine gute Wasserbewegung benötigen
  • zwischen Pumpenleistung und tatsächlich wirksamer Strömung unterscheiden
  • zu schwache und zu starke Strömung erkennen
  • eine Strömungspumpe für ein SPS-Riff sinnvoll positionieren
  • beurteilen, wann eine oder mehrere Strömungspumpen sinnvoll sind
  • eine Strömungspumpe schrittweise einstellen
  • Strömungsschatten im Riff erkennen
  • die Wasserbewegung anhand von Korallen, Partikeln, Sand und Ablagerungen beurteilen
  • verschiedene Strömungspumpen für SPS-Aquarien sinnvoll vergleichen

Warum brauchen SPS-Korallen Strömung?

SPS-Korallen leben in der Natur in stark bewegtem Wasser. Im Meerwasseraquarium muss diese Wasserbewegung technisch erzeugt werden.

Die Strömung bringt Wasser mit gelösten Stoffen an das Korallengewebe und transportiert Stoffwechselprodukte wieder ab. Gleichzeitig sorgt eine ausreichende Wasserbewegung dafür, dass sich direkt an der Oberfläche der Koralle keine dauerhaft unbewegte Wasserschicht bildet.

Für SPS-Korallen ist deshalb nicht nur die Menge des bewegten Wassers entscheidend. Viel wichtiger ist, wie das Wasser um die Korallen und durch den gesamten Riffaufbau bewegt wird.

Wie stark sollte die Strömung für SPS-Korallen sein?

Eine feste l/h-Zahl, die für jedes SPS-Aquarium funktioniert, gibt es nicht.

Die benötigte Strömung hängt unter anderem ab von:

  • Aquariengröße
  • Riffaufbau
  • Korallenbesatz
  • SPS-Arten
  • Position der Korallen
  • Pumpentyp
  • Anzahl der Pumpen
  • Ausrichtung der Pumpen

Eine leistungsstarke Strömungspumpe kann in einem Aquarium sehr gut funktionieren und in einem anderen eine ungünstige Wasserbewegung erzeugen.

Deshalb ist die Pumpenleistung zunächst nur ein Ausgangspunkt.

Die grundsätzliche Dimensionierung von Strömungspumpen wird in MW-103 – Strömungspumpe richtig dimensionieren – wie viel l/h braucht mein Aquarium? behandelt.

Starke Strömung ist nicht automatisch gute Strömung

Eine hohe Pumpenleistung kann gleichzeitig sehr starke und sehr schwache Bereiche erzeugen.

Direkt vor einer Pumpe kann die Strömung extrem intensiv sein. Hinter einem großen Riffstein kann dagegen kaum Wasserbewegung vorhanden sein.

Das zeigt, warum die Angabe „max. l/h“ allein keine Aussage darüber erlaubt, ob eine Strömung für SPS-Korallen geeignet ist.

Das Ziel ist eine möglichst gute Verteilung der Wasserbewegung.

 Schematische Darstellung einer kräftigen und dynamischen Wasserbewegung um SPS-Korallen im Meerwasseraquarium. SPS-Korallen profitieren von einer kräftigen und gut verteilten Wasserbewegung statt von einem dauerhaft starken Wasserstrahl aus einer Richtung.

Welche Strömung ist für SPS-Korallen geeignet?

Eine gute SPS-Strömung sollte nicht nur aus einem konstanten Wasserstrom aus einer einzigen Richtung bestehen.

Eine dynamische Wasserbewegung kann unterschiedliche Bereiche des Korallenstocks und des Riffs erreichen. Je nach Strömungspumpe können dafür wechselnde Leistungsstufen, Wellenprogramme oder unterschiedliche Strömungsmodi eingesetzt werden.

Wichtig ist jedoch nicht, möglichst viele Programme einzusetzen. Entscheidend ist, ob die gewählte Einstellung im eigenen Aquarium tatsächlich zu einer guten Wasserbewegung führt.

Direkter Wasserstrahl oder breite Strömung?

Bei SPS-Korallen sollte zwischen einem konzentrierten Wasserstrahl und einer breit verteilten Strömung unterschieden werden.

Ein harter Wasserstrahl direkt auf eine Koralle kann lokal eine sehr hohe Strömung erzeugen. Eine breit gefächerte Wasserbewegung verteilt die Energie dagegen über einen größeren Bereich.

Deshalb sind regelbare Propellerpumpen und Wavemaker für viele Riffaquarien interessant.

Bei der Auswahl einer Strömungspumpe sollte deshalb nicht nur die maximale Leistung betrachtet werden. Auch Strömungsbild, Regelbarkeit und Positionierung spielen eine wichtige Rolle.

Woran erkennt man zu wenig Strömung bei SPS-Korallen?

Zu wenig oder schlecht verteilte Strömung kann sich unter anderem durch folgende Hinweise zeigen:

  • Ablagerungen auf oder zwischen dem Riff
  • Mulm in bestimmten Bereichen
  • kaum Bewegung an einzelnen Korallen
  • schlecht durchströmte Stellen hinter dem Riff
  • deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Bereichen
  • dauerhaft wenig Wasserbewegung an einzelnen SPS-Kolonien

Dabei muss nicht automatisch die Pumpe zu schwach sein.

Oft ist die vorhandene Strömungspumpe lediglich ungünstig positioniert.

Woran erkennt man zu starke Strömung?

Auch zu starke oder ungünstig gerichtete Strömung kann problematisch sein.

Mögliche Hinweise sind:

  • Korallen werden dauerhaft stark in eine Richtung gedrückt
  • einzelne Korallen reagieren auffällig auf die Strömung
  • Sand wird ständig aufgewirbelt
  • die Strömung ist unmittelbar vor der Pumpe extrem konzentriert
  • andere Bereiche des Riffs bleiben trotzdem schlecht durchströmt

Eine höhere Pumpenleistung ist deshalb nicht automatisch die richtige Lösung.

Manchmal genügt es, die Pumpe anders auszurichten.

Strömungspumpe im SPS-Becken richtig positionieren

Die Position der Strömungspumpe beeinflusst das gesamte Strömungsbild.

Eine Pumpe sollte nicht einfach an der erstbesten Stelle montiert und anschließend auf maximale Leistung gestellt werden.

Stattdessen sollte die Wasserbewegung bewusst durch den Riffaufbau geführt werden.

Eine Pumpe kann beispielsweise über das Riff hinweg arbeiten. Eine zweite Pumpe kann aus einer anderen Richtung für zusätzliche Wasserbewegung sorgen.

Schematische Darstellung der Positionierung von Strömungspumpen für eine gleichmäßige Wasserbewegung im SPS-Riffaquarium.
Die Positionierung der Strömungspumpen entscheidet wesentlich darüber, ob das gesamte SPS-Riff ausreichend durchströmt wird.

Eine oder mehrere Strömungspumpen für SPS?

Bei SPS-Riffaquarien können mehrere Strömungspumpen Vorteile bieten.

Der wichtigste Grund ist nicht unbedingt eine höhere Gesamtleistung.

Mehrere Pumpen ermöglichen unterschiedliche Strömungsrichtungen und können dadurch Bereiche erreichen, die mit einer einzigen Pumpe schlecht durchströmt werden.

Das ist besonders bei längeren Aquarien oder komplexen Riffaufbauten interessant.

Mehr Pumpen bedeuten allerdings nicht automatisch eine bessere Strömung. Entscheidend bleibt das abgestimmte Strömungskonzept.

Strömungsschatten hinter dem Riff

Riffgestein und Korallen können Bereiche abschirmen.

Hinter großen Steinen, unter Überhängen oder zwischen dicht wachsenden SPS-Kolonien kann deshalb trotz einer starken Strömungspumpe wenig Wasserbewegung vorhanden sein.


Auch eine leistungsstarke Strömungspumpe kann hinter dem Riff schlecht durchströmte Bereiche hinterlassen.

Wenn sich dort regelmäßig Ablagerungen sammeln, sollte zunächst die Positionierung überprüft werden.

Eine zweite Pumpe kann in solchen Situationen sinnvoller sein als einfach eine deutlich stärkere Pumpe einzusetzen.

Wie stellt man eine Strömungspumpe für SPS richtig ein?

Eine neue Strömungspumpe sollte nicht sofort mit maximaler Leistung betrieben werden.

Beginne mit einer moderaten Einstellung und beobachte anschließend das gesamte Aquarium.

Achte auf:

  • Bewegung der SPS-Korallen
  • Polypenverhalten
  • Partikelbewegung
  • Wasserbewegung hinter dem Riff
  • Ablagerungen
  • Sandbewegung
  • Strömungsschatten

Anschließend kann die Leistung schrittweise erhöht oder die Position verändert werden.

Schrittweiser Ablauf zur Einstellung einer Strömungspumpe für SPS-Korallen anhand von Korallenbewegung und Wasserverteilung. Die passende Strömung wird schrittweise eingestellt und anhand des tatsächlichen Strömungsbildes kontrolliert.

Welche Strömungspumpe für SPS-Korallen?

Bei der Auswahl einer Strömungspumpe für ein SPS-Aquarium sollte nicht nur die maximale Leistung betrachtet werden.

Wichtig sind auch das Strömungsbild, die Regelbarkeit, die Bauform und die Möglichkeit, die Pumpe passend zum Riffaufbau zu positionieren.

In eurem Sortiment stehen dafür verschiedene Strömungspumpen zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem JECOD, Aqua Medic, Red Sea und D-D.

Deltec JECOD für unterschiedliche Leistungsklassen

Für SPS-Aquarien interessant sind beispielsweise die Deltec JECOD Propeller Pump SLW-10, SLW-20 und SLW-30. Die verschiedenen Leistungsklassen ermöglichen eine Auswahl, die stärker an Beckengröße und gewünschter Wasserbewegung ausgerichtet werden kann.

Auch die JECOD MOW- und MLW-Modelle können je nach Aquarium eine Option sein.

Wichtig bleibt auch hier: Die passende Pumpe wird nicht allein anhand der maximalen l/h-Zahl ausgewählt.

Red Sea ReefWave für flexible Wasserbewegung

Eine weitere Möglichkeit sind Red Sea ReefWave Strömungspumpen.

Die ReefWave-Serie ist besonders interessant, wenn eine regelbare und breit verteilte Wasserbewegung gewünscht wird. Für ein SPS-Aquarium sollte die Pumpe so eingestellt und positioniert werden, dass die Strömung nicht nur unmittelbar vor dem Pumpenkopf stark ist, sondern möglichst große Bereiche des Riffs erreicht.


Aqua Medic EcoDrift und SmartDrift

Auch Aqua Medic Strömungspumpen bieten verschiedene Leistungsklassen für Meerwasseraquarien.

Mit den EcoDrift- und SmartDrift-Modellen stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung, die Strömung an das jeweilige Aquarium anzupassen.

Für ein SPS-Becken ist dabei vor allem interessant, ob die Pumpe ein geeignetes Strömungsbild erzeugt und sich sinnvoll im Riff positionieren lässt.

D-D Funktion Wave

Auch die D-D Funktion Wave bietet verschiedene Leistungsklassen.

Von der kompakteren Funktion Wave 3000 über die Wave 4000 bis hin zu den leistungsstärkeren Modellen mit 10.000 beziehungsweise 13.000 l/h lässt sich die Auswahl an unterschiedliche Aquarien anpassen.

Bei größeren SPS-Becken kann die zusätzliche Leistungsreserve interessant sein. Auch hier sollte die maximale Leistung jedoch nicht mit der dauerhaft benötigten Einstellung gleichgesetzt werden.

Strömungspumpe nicht nur nach Marke auswählen

Ein Markenname ersetzt keine Planung.

Die richtige Pumpe hängt davon ab:

  • wie groß das Aquarium ist
  • wie dicht der Riffaufbau ist
  • wie viele SPS-Kolonien vorhanden sind
  • wo die Korallen sitzen
  • wie viele Pumpen eingesetzt werden
  • welche Strömungsrichtung gewünscht wird
  • wie stark die Wasserbewegung reguliert werden kann

Deshalb kann eine kleinere Pumpe in einem bestimmten Aquarium besser funktionieren als eine wesentlich stärkere Pumpe.

Warum sollte die Strömung langsam angepasst werden?

Wenn gleichzeitig Strömung, Beleuchtung, Dosierung und Wasserwerte verändert werden, lässt sich eine Reaktion der SPS-Korallen später nur schwer zuordnen.

Deshalb ist ein schrittweises Vorgehen sinnvoll.

Verändere möglichst einen wichtigen Faktor und beobachte anschließend die Entwicklung.

So lässt sich besser feststellen, welche Einstellung tatsächlich funktioniert.

Strömung und SPS-Korallen wachsen mit

Ein SPS-Riff bleibt nicht statisch.

Korallen wachsen und verändern dadurch die Wasserwege.

Neue Korallen können Strömungswege blockieren. Ein ursprünglich offener Riffaufbau kann mit zunehmendem Wachstum deutlich dichter werden.

Deshalb sollte das Strömungsbild regelmäßig neu beurteilt werden.

Eine Einstellung, die am Anfang funktioniert hat, muss nach dem Wachstum der SPS nicht dauerhaft optimal bleiben.

Welche Strömung für Acropora und andere SPS?

Auch innerhalb der SPS-Gruppe gibt es unterschiedliche Korallen und unterschiedliche Wuchsformen.

Deshalb sollte nicht jede SPS-Koralle nach exakt demselben Strömungsschema behandelt werden.

Entscheidend sind unter anderem Position, Größe und Entwicklung der jeweiligen Kolonie.

Bei einem gemischten SPS-Besatz können unterschiedliche Strömungszonen sinnvoll sein.

Das Ziel ist nicht, überall exakt dieselbe Wasserbewegung zu erzeugen.

Viel wichtiger ist, dass das gesamte Riff gut durchströmt wird und die einzelnen Korallen entsprechend ihrer Position eine geeignete Wasserbewegung erhalten.

Strömung und Sand

Eine gute SPS-Strömung sollte nicht permanent den Bodengrund durch das Aquarium bewegen.

Wenn Sand aufgewirbelt wird, sollte zunächst die Position der Pumpe kontrolliert werden.

Mögliche Maßnahmen sind:

  • Pumpe höher positionieren
  • Strömungsrichtung verändern
  • Leistung reduzieren
  • Pumpe seitlich versetzen
  • zweite Pumpe anders positionieren

Oft lässt sich ein Problem dadurch lösen, ohne die gesamte Pumpenleistung zu verändern.

Partikel als sichtbarer Strömungsindikator

Partikel im Wasser können helfen, die tatsächlichen Wasserwege zu erkennen.

Beobachte beispielsweise feine Schwebstoffe oder Futterpartikel.

Erreichen sie auch die Rückseite des Riffs?

Bleiben sie in bestimmten Bereichen liegen?

Werden sie direkt aus dem Aquarium herausgefiltert?

Solche Beobachtungen geben Hinweise darauf, wie gut das Riff tatsächlich durchströmt wird.

Häufige Fehler bei der SPS-Strömung

Nur nach l/h auswählen

Die maximale Pumpenleistung sagt nicht aus, wie gut das Wasser im gesamten Aquarium verteilt wird.

Die Pumpe direkt auf die Koralle richten

Ein dauerhaft harter Wasserstrahl ist nicht automatisch eine gute Strömung.

Nur den Bereich vor der Pumpe betrachten

Auch die Rückseite und die unteren Bereiche des Riffs müssen berücksichtigt werden.

Eine einzelne starke Pumpe für jedes Aquarium

Bei komplexen Riffaufbauten können mehrere Strömungsquellen sinnvoller sein.

Die Pumpe sofort auf Maximum stellen

Eine schrittweise Anpassung erleichtert die Beurteilung der tatsächlichen Wirkung.

Bei Ablagerungen sofort eine stärkere Pumpe kaufen

Zunächst sollten Position und Ausrichtung der vorhandenen Pumpe überprüft werden.

Nach dem Wachstum der SPS nichts mehr verändern

Mit dem Korallenwachstum verändert sich auch das Strömungsbild.

Die richtige SPS-Strömung Schritt für Schritt

Wenn du eine Strömungspumpe für ein SPS-Aquarium einstellst, kannst du nach diesem Schema vorgehen:

1. Aquarium betrachten

Riffaufbau und Position der SPS-Korallen berücksichtigen.

2. Pumpe sinnvoll positionieren

Die Strömung sollte möglichst durch das Riff geführt werden.

3. Mit moderater Leistung beginnen

Nicht sofort auf maximale Leistung gehen.

4. Korallen beobachten

Bewegung und Reaktion der SPS kontrollieren.

5. Das gesamte Riff prüfen

Auch Bereiche hinter und unter dem Riff betrachten.

6. Ablagerungen beobachten

Sie können auf schlecht durchströmte Bereiche hinweisen.

7. Sand kontrollieren

Starkes Aufwirbeln kann auf eine ungünstige Einstellung hindeuten.

8. Leistung schrittweise verändern

Nach jeder Veränderung ausreichend beobachten.

9. Position anpassen

Eine andere Position kann effektiver sein als mehr Leistung.

10. Bei Bedarf zweite Pumpe einsetzen

Vor allem bei langen oder komplex aufgebauten Riffen.

Die richtige Strömung ist ein Zusammenspiel

Eine gute SPS-Strömung entsteht aus mehreren Faktoren.

Die Pumpe muss zum Aquarium passen. Der Riffaufbau muss berücksichtigt werden. Die Position der Pumpe muss sinnvoll gewählt werden. Die Leistung muss an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden.

Und schließlich muss die Reaktion der Korallen beobachtet werden.

Deshalb gibt es nicht die eine perfekte Einstellung, die für jedes SPS-Aquarium funktioniert.

Die richtige Strömung ist diejenige, die im konkreten Aquarium eine kräftige, kontrollierte und möglichst gut verteilte Wasserbewegung erzeugt.

Die einfache Grundformel lautet:

Berechnung → Positionierung → Beobachtung → Anpassung.

FAQ: Strömung für SPS-Korallen

Wie viel Strömung brauchen SPS-Korallen?

SPS-Korallen benötigen grundsätzlich eine kräftige Wasserbewegung. Eine feste l/h-Zahl lässt sich jedoch nicht für jedes Aquarium vorgeben, weil Beckengröße, Riffaufbau, Pumpentyp und Korallenbesatz das tatsächliche Strömungsbild beeinflussen.

Welche Strömung ist für SPS-Korallen geeignet?

Eine kräftige, gut verteilte und möglichst dynamische Wasserbewegung ist sinnvoll. Die Strömung sollte nicht dauerhaft als harter Wasserstrahl direkt auf einzelne Korallen treffen.

Brauchen SPS-Korallen starke Strömung?

SPS-Korallen benötigen eine gute Wasserbewegung. „Stark“ sollte jedoch nicht mit maximaler Pumpenleistung gleichgesetzt werden. Entscheidend ist die tatsächliche Wasserbewegung am Korallenstock und im gesamten Riff.

Welche Strömungspumpe ist für SPS-Korallen geeignet?

Das hängt von Aquariengröße, Riffaufbau und Korallenbesatz ab. Regelbare Propellerpumpen und Wavemaker bieten viele Möglichkeiten, die Wasserbewegung an das Aquarium anzupassen.

Welche Red Sea Strömungspumpe eignet sich für SPS?

Die Red Sea ReefWave-Serie ist eine mögliche Option für ein SPS-Riff. Entscheidend sind Beckengröße, Riffaufbau und die gewünschte Wasserbewegung.

Sind Aqua Medic Strömungspumpen für SPS geeignet?

Aqua Medic bietet verschiedene EcoDrift- und SmartDrift-Modelle. Welche Pumpe geeignet ist, hängt von der Größe und dem Strömungskonzept des jeweiligen Aquariums ab.

Sind zwei Strömungspumpen für SPS sinnvoll?

Bei größeren oder stark strukturierten Riffaquarien können zwei oder mehrere Pumpen Vorteile bieten, weil die Wasserbewegung aus unterschiedlichen Richtungen erzeugt werden kann.

Warum entstehen Ablagerungen trotz starker Strömung?

Weil hohe Pumpenleistung nicht automatisch eine gleichmäßige Durchströmung bedeutet. Riffgestein und Korallen können Strömungsschatten erzeugen.

Muss die Strömung angepasst werden, wenn SPS wachsen?

Ja. Das Wachstum der Korallen verändert die Wasserwege. Deshalb sollte das Strömungsbild regelmäßig neu beurteilt werden.

Wie stelle ich eine neue Strömungspumpe ein?

Beginne mit moderater Leistung und erhöhe sie schrittweise. Beobachte dabei Korallen, Partikelbewegung, Ablagerungen, Sand und die Wasserbewegung im gesamten Riff.

Wissenscheck

1. Was ist bei SPS-Strömung besonders wichtig?

A. Möglichst hohe l/h-Zahl
B. Möglichst direkte Strömung
C. Eine kräftige und gut verteilte Wasserbewegung
D. Möglichst viele Pumpen

Richtige Antwort: C

2. Warum kann eine starke Pumpe trotzdem schlecht funktionieren?

A. Weil hohe Leistung immer schädlich ist
B. Weil Positionierung und Riffaufbau entscheidend sind
C. Weil SPS keine Strömung benötigen
D. Weil Pumpen nur nachts funktionieren

Richtige Antwort: B

3. Was kann eine Mulmansammlung hinter dem Riff anzeigen?

A. Einen Strömungsschatten
B. Immer zu viel Licht
C. Immer zu wenig Salz
D. Eine zu niedrige Temperatur

Richtige Antwort: A

4. Wie sollte eine neue Pumpe eingestellt werden?

A. Sofort auf maximale Leistung
B. Mit moderater Leistung und anschließend schrittweise höher
C. Nur nachts
D. Ohne Beobachtung der Korallen

Richtige Antwort: B

5. Wann können mehrere Pumpen sinnvoll sein?

A. Wenn unterschiedliche Bereiche des Riffs schlecht durchströmt werden
B. Immer
C. Nur bei LPS
D. Nur bei Nanoaquarien

Richtige Antwort: A

6. Was verändert sich mit wachsendem SPS-Riff?

A. Das Strömungsbild
B. Die Glasstärke
C. Die Pumpenspannung
D. Die Raumtemperatur

Richtige Antwort: A

7. Was kann stark aufgewirbelter Sand bedeuten?

A. Die Strömung oder Pumpenposition ist möglicherweise ungünstig
B. Die Korallen benötigen mehr Licht
C. Das Aquarium benötigt mehr Salz
D. Die Pumpe ist immer zu klein

Richtige Antwort: A

8. Warum sollte man nicht mehrere wichtige Einstellungen gleichzeitig verändern?

A. Weil dann schwer nachvollziehbar ist, welche Maßnahme die Reaktion verursacht hat
B. Weil SPS keine Veränderungen vertragen
C. Weil die Pumpe dadurch ausfällt
D. Weil Wasserwerte nicht mehr gemessen werden können

Richtige Antwort: A

9. Was sollte bei der Beurteilung der Strömung beobachtet werden?

A. Nur die Korallen direkt vor der Pumpe
B. Nur die l/h-Zahl
C. Das gesamte Strömungsbild des Aquariums
D. Nur die Wasseroberfläche

Richtige Antwort: C

10. Was ist das Ziel einer guten SPS-Strömung?

A. Maximale Pumpenleistung
B. Eine kräftige, dynamische und möglichst gut verteilte Wasserbewegung
C. Möglichst starke Wellen
D. Möglichst viel Bewegung im Sand

Richtige Antwort: B