Nano oder großes Meerwasseraquarium?

Ein Nano-Meerwasseraquarium benötigt deutlich weniger Platz als ein großes Riffaquarium und kann deshalb zunächst wie die einfachere Lösung wirken. Weniger Wasser bedeutet allerdings nicht automatisch weniger Anforderungen.

Gerade bei kleinen Meerwasseraquarien können Veränderungen bei Temperatur, Salzgehalt oder Nährstoffen schneller Auswirkungen haben. Gleichzeitig sind die Möglichkeiten beim Besatz und beim Riffaufbau stärker begrenzt.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur:

„Nano oder groß?“

Sondern:

„Welche Aquariengröße passt zu meinem geplanten Besatz, meinem Standort, meiner verfügbaren Zeit und meinem gewünschten Riff?“

In  haben wir die grundsätzliche Größenwahl bereits betrachtet. Hier geht es gezielt um die Unterschiede zwischen einem Nano-System und einem größeren Meerwasseraquarium.

Nano-Meerwasseraquarium und großes Riffaquarium im Vergleich.

Kleine und große Meerwasseraquarien bieten unterschiedliche Möglichkeiten und stellen unterschiedliche Anforderungen an Technik, Pflege und Besatz.


1. Was ist ein Nano-Meerwasseraquarium?

Der Begriff Nano-Meerwasseraquarium bezeichnet ein besonders kleines Meerwassersystem. Eine allgemein verbindliche Litergrenze gibt es dabei nicht.

In der Praxis werden unterschiedliche kleine Becken als Nano-Aquarien bezeichnet. Entscheidend ist weniger eine einzelne Literzahl als die Tatsache, dass nur relativ wenig Wasser zur Verfügung steht.

Damit verändern sich die Rahmenbedingungen des gesamten Systems.

Bei einem kleinen Becken spielen unter anderem folgende Punkte eine wichtige Rolle:

  • Verdunstung
  • Temperatur
  • Salzgehalt
  • Wasserwerte
  • Besatzdichte
  • Technik
  • Riffaufbau
  • Pflege

Ein Nano-Meerwasseraquarium sollte deshalb nicht einfach als verkleinerte Version eines großen Aquariums betrachtet werden.


2. Nano oder groß – wo liegt der wichtigste Unterschied?

Der wesentliche Unterschied liegt im verfügbaren Wasservolumen.

In einem größeren Aquarium können sich Veränderungen auf eine größere Wassermenge verteilen. Ein kleines Aquarium verfügt dagegen über weniger Wasser als Puffer.

Das betrifft beispielsweise die Verdunstung. Verdunstet Wasser, bleiben die gelösten Salze im Aquarium zurück. Bei einem kleinen Wasservolumen kann sich der Salzgehalt dadurch vergleichsweise schnell verändern.

Auch Fehler bei Fütterung oder Pflege können sich in einem kleinen System stärker bemerkbar machen.

Ein Nano-Aquarium ist deshalb nicht grundsätzlich schwieriger. Es verlangt aber eine konsequente und sorgfältige Pflege.

Ein großes Aquarium bietet dagegen mehr Spielraum beim Riffaufbau und beim Besatz, benötigt aber mehr Platz, mehr Material und in der Regel auch einen größeren technischen Aufwand.


3. Welche Vorteile hat ein Nano-Meerwasseraquarium?

Der offensichtlichste Vorteil ist der geringe Platzbedarf.

Wo kein 300-, 400- oder 500-Liter-Aquarium sinnvoll aufgestellt werden kann, kann ein kleines Meerwasseraquarium trotzdem eine Möglichkeit sein.

Weitere Vorteile können sein:

  • kompakte Abmessungen
  • geringer Platzbedarf
  • überschaubarer Riffaufbau
  • kompakte Technik
  • geringeres Wasservolumen
  • einfacher Überblick über das gesamte System

Auch optisch kann ein Nano-Riff sehr wirkungsvoll sein. Ein kleiner, bewusst gestalteter Riffaufbau kann eine attraktive Unterwasserlandschaft schaffen, ohne dass dafür ein großes Aquarium notwendig ist.

Kompaktes Nano-Meerwasseraquarium mit Korallen und Riffaufbau auf kleinem Stellplatz.

Ein Nano-System benötigt wenig Platz und kann trotzdem ein abwechslungsreiches Riffaquarium bilden.


4. Welche Nachteile hat ein Nano-Meerwasseraquarium?

Der geringe Platz ist gleichzeitig eine Einschränkung.

In einem kleinen Aquarium stehen weniger Möglichkeiten für den Riffaufbau und den späteren Besatz zur Verfügung. Auch Veränderungen der Wasserwerte können sich bei einem geringen Wasservolumen schneller bemerkbar machen.

Besonders relevant sind:

  • geringerer Puffer durch das kleine Wasservolumen
  • stärkere Auswirkungen von Verdunstung
  • begrenzter Platz für Fische
  • begrenzter Platz für den Riffaufbau
  • weniger Raum für Technik
  • weniger Möglichkeiten für spätere Erweiterungen

Ein Nano-System sollte deshalb nicht ausschließlich danach ausgewählt werden, dass es auf einen bestimmten Stellplatz passt.

Die entscheidende Frage lautet:

Passt das geplante Meerwassersystem überhaupt in dieses kleine Becken?


5. Welche Größe kann ein Nano-Meerwasseraquarium haben?

Bei der Suche nach Nano-Systemen finden sich beispielsweise Größen um 30, 60 oder 100 Liter.

Diese Größen sind jedoch nicht gleichwertig.

Ein 30-Liter-System bietet deutlich weniger Möglichkeiten als ein 100-Liter-System. Mit zunehmendem Wasservolumen verändern sich Platzangebot, Riffaufbau und die Möglichkeiten bei der technischen Ausstattung.

Die Größen sollten deshalb nicht nur als Zahlen betrachtet werden.

Größe Grundsätzliche Einordnung
ca. 30 l sehr kleines System mit stark begrenzten Möglichkeiten
ca. 60 l kompaktes Nano-System
ca. 100 l größeres Nano- bzw. kompaktes Meerwassersystem
darüber je nach Bauform Übergang zu größeren Meerwassersystemen

Diese Einteilung dient lediglich als Orientierung. Eine feste Grenze zwischen Nano- und Nicht-Nano-Aquarium gibt es nicht.

Für die grundsätzliche Größenwahl ist MW033 – Welche Aquariengröße ist die richtige? weiterhin der passende Artikel.


6. Welche Fische passen in ein Nano-Meerwasseraquarium?

Das ist eine der wichtigsten Fragen bei der Entscheidung für ein kleines Meerwasseraquarium.

Die Antwort beginnt allerdings nicht mit einer Liste von Fischarten.

Zuerst muss geklärt werden, wie viel Platz ein Fisch als ausgewachsenes Tier benötigt.

Ein Fisch, der beim Kauf nur wenige Zentimeter groß ist, bleibt nicht automatisch klein. Ebenso wichtig sind Schwimmverhalten, Revieransprüche und Sozialverhalten.

Für die Auswahl sollten deshalb mindestens diese Punkte betrachtet werden:

  • ausgewachsene Größe
  • benötigter Schwimmraum
  • Verhalten
  • Revieransprüche
  • Sozialverhalten
  • Aktivität
  • Anforderungen an das Aquarium
  • übriger Besatz

Das gilt besonders für Nano-Aquarien.

Ein kleines Aquarium sollte nicht deshalb mit einem Fisch besetzt werden, weil das Tier beim Kauf klein aussieht.

Die SISTRIX-Daten zeigen bei diesem Thema eine besonders starke Nachfrage. Die Frage „Welche Meerwasserfische eignen sich für ein Nano-Meerwasseraquarium?“ weist ein sehr hohes Suchvolumen auf. Auch „Welche Fische im Nano-Meerwasseraquarium?“ gehört zu den relevanten Suchfragen.

Daneben zeigt auch die allgemeinere Suchanfrage „Welche Fische passen in ein Aquarium?“ ein hohes Suchinteresse. Für die Praxis bedeutet das: Die Fischwahl sollte immer von den Anforderungen des Tieres und nicht allein vom vorhandenen Platz ausgehen.

Kriterien für die Auswahl geeigneter Fische für ein Nano-Meerwasseraquarium anhand von Größe, Schwimmraum, Verhalten, Revier, Sozialverhalten und Besatz.

Bei der Auswahl des Besatzes zählen nicht nur die Größe beim Kauf, sondern vor allem ausgewachsene Größe, Verhalten und benötigter Schwimmraum.


7. Korallen und Wirbellose im Nano-System

Ein Nano-Meerwasseraquarium muss nicht zwingend auf Fischbesatz ausgerichtet sein.

Ein kleines Riff kann auch mit Korallen und passenden Wirbellosen gestaltet werden. Dadurch kann ein Nano-System trotz seiner geringen Größe abwechslungsreich wirken.

Auch hier gilt allerdings: Jede Art hat eigene Anforderungen.

Korallen unterscheiden sich beispielsweise hinsichtlich Licht, Strömung und Platzbedarf. Bei Wirbellosen müssen ebenfalls Größe, Verhalten und Haltungsbedingungen berücksichtigt werden.

Deshalb sollte auch bei einem Nano-Riff nicht versucht werden, möglichst viele Tiere auf möglichst wenig Raum unterzubringen.

Ein bewusst ausgewählter und begrenzter Besatz kann bei einem kleinen Aquarium sinnvoller sein.


8. Wie wichtig ist die Beleuchtung beim Nano-Meerwasseraquarium?

Die Beleuchtung gehört zu den zentralen technischen Komponenten eines Riffaquariums.

Welche Beleuchtung geeignet ist, hängt unter anderem davon ab:

  • wie tief das Aquarium ist,
  • welche Korallen gepflegt werden,
  • wie das Riff aufgebaut ist,
  • welche Lichtverteilung benötigt wird.

Eine Beleuchtung sollte deshalb nicht ausschließlich anhand von Wattzahl oder Preis ausgewählt werden.

Auch die Position der Leuchte und die Ausleuchtung des Riffs spielen eine Rolle.

LED-Beleuchtung über einem Nano-Meerwasseraquarium mit Korallen und Fischen.  Titel:

Die Beleuchtung sollte zur Beckengröße, zur Beckentiefe und zu den gepflegten Korallen passen.


9. Welche Technik braucht ein Nano-Meerwasseraquarium?

Ein kleines Aquarium benötigt nicht automatisch nur kleine oder besonders einfache Technik.

Auch ein Nano-System braucht eine passende Versorgung mit Licht, Strömung und Temperatur. Je nach Aufbau können weitere technische Komponenten erforderlich sein.

Wichtig ist deshalb nicht, möglichst wenig Technik einzusetzen, sondern die passende Technik für das konkrete System auszuwählen.

Bei einem Nano-Meerwasserfilter sollte beispielsweise nicht nur die Größe des Filters betrachtet werden. Entscheidend ist, welche Aufgabe die Filterung im jeweiligen System übernehmen soll.

Auch die Strömung muss zum Becken und zum Riffaufbau passen.

Das gilt ebenso für Heizung, Beleuchtung und gegebenenfalls Abschäumung oder weitere Komponenten.


10. Braucht ein Nano-Meerwasseraquarium ein Technikbecken?

Nicht jedes kleine Meerwasseraquarium benötigt ein separates Technikbecken.

Bei kompakten Systemen kann die Technik direkt im oder am Aquarium untergebracht werden. Bei größeren Systemen kann ein Technikbecken zusätzliche Möglichkeiten schaffen.

Entscheidend ist das technische Gesamtkonzept.

Wenn du dich grundsätzlich mit der Frage beschäftigst, ob ein Technikbecken sinnvoll ist, findest du dazu mehr in MW040 – Aquarium mit oder ohne Technikbecken?


11. Wie oft muss man bei einem Nano-Meerwasseraquarium Wasser wechseln?

Wasserwechsel gehören zur regelmäßigen Pflege eines Meerwasseraquariums.

Bei einem Nano-System ist eine konsequente Pflege besonders wichtig, weil Veränderungen im kleinen Wasservolumen stärker ins Gewicht fallen können.

Einen für jedes Aquarium identischen Wasserwechselrhythmus gibt es jedoch nicht.

Dabei spielen beispielsweise folgende Faktoren eine Rolle:

  • Wasservolumen
  • Besatz
  • Fütterung
  • Wasserwerte
  • Nährstoffsituation
  • technische Ausstattung
  • Pflegekonzept

Ein Wasserwechsel sollte deshalb als Teil des gesamten Pflegekonzepts betrachtet werden und nicht als isolierte feste Zahl.


12. Warum ist die Verdunstung bei Nano-Aquarien wichtig?

Verdunstung ist bei jedem Meerwasseraquarium relevant.

Bei einem kleinen Wasservolumen kann sie jedoch verhältnismäßig schnell zu Veränderungen führen.

Dabei verdunstet Wasser, während die gelösten Salze im Aquarium zurückbleiben. Der Salzgehalt kann dadurch steigen.

Bei einem Nano-System sollte deshalb besonders auf eine kontrollierte Nachfüllung und einen stabilen Salzgehalt geachtet werden.

Dieser Punkt zeigt gut, warum ein Nano-Aquarium nicht automatisch weniger Aufmerksamkeit benötigt.


13. Ist ein Nano-Meerwasseraquarium für Anfänger geeignet?

Grundsätzlich kann ein Nano-System auch für Anfänger interessant sein.

Der geringe Platzbedarf und die kompakte Bauweise können attraktiv sein. Gleichzeitig sollte ein Einsteiger die geringere Fehlertoleranz eines kleinen Systems berücksichtigen.

Wer bereit ist, regelmäßig zu kontrollieren und sorgfältig zu arbeiten, kann ein kleines Meerwasseraquarium erfolgreich betreiben.

Wer dagegen möglichst viel Spielraum bei Veränderungen und beim späteren Besatz möchte, kann mit einem größeren Aquarium besser beraten sein.

Für den Einstieg in die Meerwasseraquaristik findest du zusätzlich MW030 – Die häufigsten Fragen zum Einstieg.


14. Nano oder großes Meerwasseraquarium – was passt besser?

Die Entscheidung lässt sich gut anhand des eigenen Vorhabens treffen.

Ein Nano-System kann interessant sein, wenn:

  • nur wenig Platz vorhanden ist,
  • ein kleines Riff gewünscht wird,
  • der Besatz bewusst begrenzt bleibt,
  • regelmäßige Pflege kein Problem darstellt.

Ein größeres System kann sinnvoller sein, wenn:

  • mehr Schwimmraum benötigt wird,
  • ein umfangreicherer Besatz geplant ist,
  • ein größerer Riffaufbau gewünscht wird,
  • mehr technische Möglichkeiten benötigt werden,
  • ausreichend Platz vorhanden ist.

Die Entscheidung sollte deshalb nicht allein vom Preis oder von der verfügbaren Stellfläche abhängen.


15. Nano-Meerwasseraquarium komplett oder selbst zusammenstellen?

Ein Nano-Meerwasseraquarium ist häufig auch als Komplettsystem erhältlich.

Der Vorteil kann darin liegen, dass mehrere Komponenten bereits aufeinander abgestimmt sind. Das kann besonders für Einsteiger interessant sein.

Wichtig ist trotzdem, genau zu prüfen, welche Komponenten enthalten sind und ob sie zum geplanten Riff und Besatz passen.

Als konkrete Beispiele aus unserem Sortiment können wir den [[Aqua Medic Armatus XS]] und den [[Red Sea Nano Cube]] betrachten.

Beide Produkte stehen hier nicht für einen Testsieger, sondern für unterschiedliche Möglichkeiten, ein kompaktes Meerwassersystem aufzubauen.

Die grundsätzliche Entscheidung zwischen Komplettsystem und Einzelkomponenten behandeln wir ausführlicher in MW039 – Komplettset oder Einzelkomponenten?


16. Zwei konkrete Nano-Systeme im Vergleich

Produkt Einordnung Interessant für
[[Aqua Medic Armatus XS]] sehr kompaktes Meerwassersystem ein kleines Riff bei begrenztem Platz
[[Red Sea Nano Cube]] kompaktes Nano-Riffsystem ein kleines, abgestimmtes Meerwassersystem

Bei der Auswahl sollte nicht ausschließlich die Marke oder Optik betrachtet werden.

Wichtiger sind die tatsächlichen Abmessungen, die enthaltene Technik, die Möglichkeiten für den gewünschten Besatz und die Frage, ob das System langfristig zum eigenen Vorhaben passt.


17. Was kostet ein Nano-Meerwasseraquarium?

Ein kleines Aquarium ist nicht automatisch ein günstiges Meerwasseraquarium.

Neben dem Aquarium können Kosten für folgende Bereiche entstehen:

  • Beleuchtung
  • Strömung
  • Heizung
  • Filterung
  • Wasseraufbereitung
  • Salz
  • Gestein
  • Bodengrund
  • Messgeräte
  • Verbrauchsmaterial

Hinzu kommen laufende Kosten.

Deshalb sollte vor dem Kauf nicht nur der Preis des Beckens betrachtet werden. Entscheidend ist das Budget für das vollständige System.

Für die grundsätzliche Kostenplanung hilft MW042 – Was kostet der Einstieg in die Meerwasseraquaristik? Das eigene Budget kannst du anschließend mit MW043 – Budget richtig planen genauer festlegen.


18. Nano oder groß – der direkte Vergleich

Kriterium Nano-Meerwasseraquarium Größeres Meerwasseraquarium
Platzbedarf gering höher
Wasservolumen gering höher
Puffer bei Veränderungen kleiner größer
Fischbesatz stärker begrenzt mehr Möglichkeiten
Riffaufbau kompakt mehr Gestaltungsspielraum
Technik kompakter umfangreicher möglich
Gewicht geringer deutlich höher
Stellplatz einfacher zu finden sorgfältiger planen
Pflege kompakt, aber konsequent mehr Gesamtaufwand
Erweiterungsmöglichkeiten begrenzter größer

Der Vergleich zeigt: Es gibt kein grundsätzlich besseres System.

Ein Nano-Aquarium ist nicht automatisch die einfachere Version eines großen Beckens. Ein großes Aquarium ist umgekehrt nicht automatisch die bessere Wahl.

Die richtige Größe hängt vom geplanten System ab.

Vergleich zwischen Nano-Meerwasseraquarium und großem Meerwasseraquarium hinsichtlich Platzbedarf, Wasservolumen, Fischbesatz, Riffaufbau, Technik und Pflege.

19. Typische Fehler bei der Entscheidung

Nur nach dem vorhandenen Platz entscheiden

Nur weil ein Nano-Aquarium auf den vorhandenen Stellplatz passt, muss es nicht zum gewünschten Besatz passen.

Nur auf die Literzahl achten

30, 60 oder 100 Liter sagen allein noch nicht, wie gut ein System für das geplante Vorhaben geeignet ist.

Fische nach ihrer Größe beim Kauf auswählen

Entscheidend sind die ausgewachsene Größe und das Verhalten des Tieres.

Ein Komplettset blind kaufen

Auch bei einem Komplettsystem müssen Technik und Ausstattung zum geplanten Riff passen.

Nano mit „pflegeleicht“ gleichsetzen

Das geringe Volumen kann eine konsequente Pflege besonders wichtig machen.

Das größte Aquarium automatisch bevorzugen

Mehr Volumen bedeutet mehr Möglichkeiten, aber auch mehr Platz-, Gewichts- und Kostenaufwand.


20. Checkliste: Nano oder großes Meerwasseraquarium?

Vor der Entscheidung solltest du folgende Fragen beantworten:

  • Wie viel Platz steht zur Verfügung?
  • Welche Tiere möchte ich langfristig halten?
  • Wie groß werden die Tiere ausgewachsen?
  • Wie viel Schwimmraum benötigen sie?
  • Wie soll das Riff aufgebaut werden?
  • Welche Korallen möchte ich pflegen?
  • Welche Technik benötigt das System?
  • Wie viel Zeit steht für Pflege und Kontrolle zur Verfügung?
  • Wie hoch ist mein Gesamtbudget?
  • Passt das Gewicht zum Standort?
  • Möchte ich später erweitern?
  • Passt ein Komplettsystem zu meinem Vorhaben?

Wenn diese Fragen beantwortet sind, lässt sich die Entscheidung zwischen Nano und großem Meerwasseraquarium deutlich besser treffen.


FAQ

Was ist ein Nano-Meerwasseraquarium?

Ein Nano-Meerwasseraquarium ist ein besonders kleines Meerwassersystem. Eine einheitliche Litergrenze gibt es dafür nicht.

Ist ein Nano-Meerwasseraquarium für Anfänger geeignet?

Grundsätzlich kann es geeignet sein. Das kleinere Wasservolumen bedeutet allerdings, dass Veränderungen schneller Auswirkungen haben können. Regelmäßige Pflege und Kontrolle sind daher besonders wichtig.

Welche Fische passen in ein Nano-Meerwasseraquarium?

Das hängt von der jeweiligen Art und vom konkreten Aquarium ab. Ausgewachsene Größe, Schwimmraum, Verhalten und Revieransprüche müssen berücksichtigt werden.

Welche Fische eignen sich für ein Nano-Meerwasseraquarium?

Nicht jeder kleine Meerwasserfisch ist automatisch für ein Nano-Aquarium geeignet. Entscheidend sind die langfristigen Anforderungen der jeweiligen Art.

Wie oft muss man bei einem Nano-Meerwasseraquarium Wasser wechseln?

Das hängt vom konkreten System, Besatz, den Wasserwerten und dem Pflegekonzept ab. Ein pauschaler Rhythmus ist nicht für jedes Aquarium geeignet.

Welche Technik braucht ein Nano-Meerwasseraquarium?

Je nach System werden unter anderem Beleuchtung, Strömung und Heizung benötigt. Weitere Technik hängt vom konkreten Aufbau und Besatz ab.

Braucht ein Nano-Meerwasseraquarium einen Filter?

Das hängt vom jeweiligen Systemkonzept ab. Die Filterung sollte passend zur Biologie, zum Besatz und zur technischen Ausstattung gewählt werden.

Ist ein 60-Liter-Nano-Meerwasseraquarium sinnvoll?

60 Liter können für ein kleines Meerwassersystem interessant sein. Ob diese Größe passt, hängt aber vom geplanten Besatz und Riffaufbau ab.

Ist ein 100-Liter-Nano-Meerwasseraquarium besser als ein 60-Liter-Becken?

Mehr Volumen bietet grundsätzlich mehr Spielraum. Trotzdem muss das größere Aquarium zum Standort, Budget und geplanten System passen.

Nano oder großes Meerwasseraquarium – was ist besser?

Keines ist grundsätzlich besser. Die passende Wahl hängt von Platz, Besatz, Technik, Pflegeaufwand und dem gewünschten Riffkonzept ab.


Wissenscheck

1. Was zeichnet ein Nano-Meerwasseraquarium aus?

A) Es benötigt keine Technik
B) Es verfügt über ein besonders kleines Wasservolumen
C) Es kann nur Süßwasser enthalten
D) Es ist immer exakt 30 Liter groß

Richtige Antwort: B

2. Warum können sich Veränderungen in einem Nano-System schneller bemerkbar machen?

A) Weil weniger Wasser als Puffer vorhanden ist
B) Weil Nano-Aquarien keine Filter benötigen
C) Weil die Beleuchtung stärker ist
D) Weil das Aquarium höher ist

Richtige Antwort: A

3. Woran sollte die Auswahl eines Fisches orientiert werden?

A) Nur an seiner Größe beim Kauf
B) Nur an seiner Farbe
C) An ausgewachsener Größe, Verhalten und Platzbedarf
D) Nur am Preis

Richtige Antwort: C

4. Ist ein Nano-Aquarium automatisch pflegeleichter?

A) Ja
B) Nein
C) Nur bei Korallen
D) Nur bei Fischen

Richtige Antwort: B

5. Welche Rolle spielt die Beleuchtung?

A) Sie ist bei Korallen nebensächlich
B) Sie sollte zum Aquarium und zum geplanten Korallenbesatz passen
C) Sie ersetzt die Strömung
D) Sie ersetzt die Heizung

Richtige Antwort: B

6. Was ist ein Vorteil eines Nano-Aquariums?

A) Geringerer Platzbedarf
B) Jeder Fisch kann darin gehalten werden
C) Keine Wasserwechsel notwendig
D) Keine Technik erforderlich

Richtige Antwort: A

7. Was ist ein Vorteil eines größeren Aquariums?

A) Es benötigt keinen Standort
B) Es bietet mehr Wasservolumen und Gestaltungsspielraum
C) Es benötigt keine Pflege
D) Es ist immer günstiger

Richtige Antwort: B

8. Warum ist die Verdunstung bei einem kleinen System relevant?

A) Sie kann den Salzgehalt stärker beeinflussen
B) Sie macht Beleuchtung überflüssig
C) Sie verhindert Korallenhaltung
D) Sie erhöht automatisch den Sauerstoffgehalt

Richtige Antwort: A

9. Was sollte vor dem Kauf eines Nano-Komplettsystems geprüft werden?

A) Nur die Farbe
B) Nur der Preis
C) Enthaltene Technik und Eignung für das geplante System
D) Nur das Gewicht

Richtige Antwort: C

10. Wann ist ein Nano-Meerwasseraquarium sinnvoll?

A) Wenn das geplante System zum begrenzten Platz und Volumen passt
B) Immer
C) Wenn möglichst viele Fische gehalten werden sollen
D) Nur wenn es das günstigste Aquarium ist

Richtige Antwort: A