Der TDS-Wert ist ein praktischer Messwert, mit dem sich die Menge gelöster Stoffe im Wasser grob beurteilen lässt. Besonders bei Osmosewasser wird TDS genutzt, um die Wasseraufbereitung zu kontrollieren und Veränderungen der Osmoseanlage frühzeitig zu erkennen.

Doch welcher TDS-Wert bei Osmosewasser ist eigentlich gut? Was bedeutet ein Wert von 0, 5, 10 oder 30 ppm? Und was sagt ein steigender TDS-Wert über die Leistung der Osmoseanlage aus?

Die Antwort ist etwas differenzierter, als die häufige Aussage „0 ppm ist immer perfekt“ vermuten lässt. Entscheidend sind unter anderem das Ausgangswasser, die RO-Membran, die Betriebsbedingungen und die Frage, an welcher Stelle der Wasseraufbereitung gemessen wird.

TDS-Wert bei Osmosewasser einfach erklärt – Zusammenhang zwischen TDS, ppm und Leitwert

Was bedeutet der TDS-Wert?

TDS steht für „Total Dissolved Solids“. Gemeint ist damit vereinfacht die Gesamtmenge gelöster Stoffe im Wasser.

Zu diesen gelösten Bestandteilen können beispielsweise Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium, Chlorid, Sulfat, Hydrogencarbonat und weitere gelöste Ionen gehören.

Ein wichtiger Punkt wird dabei häufig übersehen: Ein handelsübliches elektronisches TDS-Messgerät misst die gelösten Stoffe normalerweise nicht direkt einzeln. Stattdessen wird in der Regel die elektrische Leitfähigkeit des Wassers gemessen und daraus ein TDS-Wert berechnet.

Der angezeigte TDS-Wert ist deshalb vor allem ein praktischer Vergleichs- und Kontrollwert.

Was misst ein TDS-Messgerät wirklich?

Ein typisches TDS-Messgerät erfasst die elektrische Leitfähigkeit des Wassers. Gelöste Ionen können elektrischen Strom transportieren. Je nach Konzentration und Zusammensetzung der gelösten Ionen verändert sich deshalb die Leitfähigkeit.

Vereinfacht lässt sich der Zusammenhang so darstellen:

Gelöste Ionen → elektrische Leitfähigkeit → Messung durch das Gerät → Umrechnung → TDS-Schätzwert

TDS und elektrische Leitfähigkeit sind deshalb eng miteinander verbunden, aber nicht identisch.

TDS und Leitwert – was ist der Unterschied?

Der Leitwert beziehungsweise die elektrische Leitfähigkeit beschreibt, wie gut das Wasser elektrischen Strom leitet. Üblicherweise wird die Leitfähigkeit in µS/cm oder mS/cm angegeben.

Der TDS-Wert wird dagegen meist in ppm angezeigt.

Ein TDS-Messgerät verwendet einen Umrechnungsfaktor, um aus der gemessenen Leitfähigkeit einen TDS-Wert zu berechnen. Dieser Umrechnungsfaktor ist nicht bei jedem Messgerät identisch.

Deshalb können zwei verschiedene TDS-Messgeräte bei derselben Wasserprobe unterschiedliche ppm-Werte anzeigen, obwohl die gemessene Leitfähigkeit ähnlich ist.

Für die regelmäßige Kontrolle deiner Osmoseanlage ist deshalb vor allem wichtig, möglichst immer dasselbe Messgerät und vergleichbare Messbedingungen zu verwenden.

Was bedeutet ppm beim TDS-Wert?

Die Abkürzung ppm steht für „parts per million“, also Teile pro Million.

Bei TDS-Messgeräten wird ppm häufig näherungsweise als mg/l interpretiert. Wichtig ist jedoch, dass der angezeigte TDS-Wert bei einem elektronischen Messgerät normalerweise ein aus der Leitfähigkeit abgeleiteter Wert ist und keine direkte Laborbestimmung der tatsächlichen Masse aller gelösten Stoffe.

Wenn dein Messgerät beispielsweise 10 ppm anzeigt, bedeutet das deshalb nicht, dass exakt 10 mg eines bestimmten Stoffes im Liter Wasser vorhanden sind.

Welcher TDS-Wert ist bei Osmosewasser gut?

Ein möglichst niedriger TDS-Wert ist bei Osmosewasser grundsätzlich wünschenswert. Einen einzigen universellen Zielwert, der für jede Osmoseanlage gilt, gibt es jedoch nicht.

Wie niedrig der TDS-Wert nach der Umkehrosmose ausfällt, hängt unter anderem ab von:

  • der Qualität und Zusammensetzung des Ausgangswassers

  • der Leistung der RO-Membran

  • dem Wasserdruck

  • der Wassertemperatur

  • dem Zustand der Vorfilter

  • dem Alter und Zustand der Membran

  • der Messmethode und dem verwendeten Messgerät

Bei der Beurteilung einer Osmoseanlage ist deshalb nicht nur die absolute Zahl entscheidend. Besonders interessant ist, wie sich der TDS-Wert über längere Zeit entwickelt.

Wenn dein Osmosewasser beispielsweise über einen längeren Zeitraum einen sehr niedrigen und stabilen Wert aufweist und dieser unter vergleichbaren Bedingungen plötzlich deutlich ansteigt, ist das wesentlich aussagekräftiger als die Frage, ob ein einzelner Messwert exakt 0 ppm erreicht.

 Alt-Text: Guter TDS-Wert bei Osmosewasser – Vergleich niedriger TDS-Werte in ppm

Ist ein TDS-Wert von 0 ppm immer ideal?

Ein Wert von 0 ppm klingt zunächst nach dem perfekten Ergebnis. Für die Kontrolle von Osmosewasser ist ein sehr niedriger TDS-Wert grundsätzlich ein gutes Zeichen für eine starke Reduktion gelöster Stoffe.

Trotzdem sollte 0 ppm nicht als allgemeingültiger Qualitätsstandard für jede Situation verstanden werden.

Wichtig ist beispielsweise, wo gemessen wird. Direkt nach der RO-Membran kann ein sehr niedriger Wert auf eine gute Membranleistung hinweisen. Wird das Wasser anschließend jedoch durch eine Mineralisierungsstufe geführt, steigt der TDS-Wert wieder an – obwohl die Osmosemembran ordnungsgemäß arbeitet.

Auch unterschiedliche Messgeräte können aufgrund verschiedener Umrechnungsfaktoren unterschiedliche TDS-Werte anzeigen.

Für die Praxis ist deshalb die Entwicklung des Messwertes oft wichtiger als die Jagd nach einer einzelnen Zahl.

Warum kann der TDS-Wert des Osmosewassers steigen?

Wenn der TDS-Wert des Osmosewassers mit der Zeit ansteigt, kann das verschiedene Ursachen haben.

  • Die RO-Membran arbeitet nicht mehr so effektiv.

  • Die Vorfilter sind nicht mehr in optimalem Zustand.

  • Das Ausgangswasser hat sich verändert.

  • Der Wasserdruck hat sich verändert.

  • Die Wassertemperatur ist anders als bei früheren Messungen.

  • Das Messgerät wurde nicht korrekt kalibriert.

  • Die Messsonde ist verschmutzt.

  • Das Messgefäß enthält Rückstände.

  • Es wird an einer anderen Stelle der Wasseraufbereitung gemessen.

Ein einzelner ungewöhnlicher Messwert bedeutet deshalb noch nicht automatisch, dass die Osmosemembran defekt ist.

Sinnvoller ist es, die Messung zu wiederholen und anschließend mehrere Messwerte unter möglichst gleichen Bedingungen miteinander zu vergleichen.

Was sagt ein hoher TDS-Wert über die Osmosemembran aus?

Die RO-Membran soll einen großen Teil der gelösten Stoffe aus dem Wasser zurückhalten. Deshalb ist ein deutlicher Unterschied zwischen dem Ausgangswasser und dem Wasser nach der Membran grundsätzlich zu erwarten.

Besonders interessant ist deshalb der Vergleich von Zulaufwasser und Osmosewasser.

Hat das Leitungswasser beispielsweise einen deutlich höheren TDS- beziehungsweise Leitwert und sinkt dieser nach der RO-Membran stark ab, arbeitet die Wasseraufbereitung grundsätzlich in die gewünschte Richtung.

Steigt der Wert des Osmosewassers dagegen über längere Zeit deutlich an, obwohl das Ausgangswasser und die Betriebsbedingungen ähnlich bleiben, sollte die Wasseraufbereitung genauer überprüft werden.

Vor einem Austausch der Membran sollten jedoch auch Messgerät, Vorfilter, Wasserdruck und andere mögliche Ursachen kontrolliert werden.

TDS nach der RO-Membran und nach Mischbettharz

Eine Osmoseanlage kann aus mehreren Filterstufen bestehen. Für die Beurteilung der RO-Membran ist besonders interessant, welcher TDS-Wert direkt nach der Membran erreicht wird.

Wird anschließend noch ein Mischbettharzfilter eingesetzt, kann dieser weitere gelöste Ionen aus dem Wasser entfernen und den Leitwert beziehungsweise TDS-Wert nochmals deutlich reduzieren.

Bei der Fehlersuche sollte deshalb immer klar sein, an welcher Stelle der Wasseraufbereitung die Messung durchgeführt wurde.

Für die zusätzliche Aufbereitung von Osmosewasser kann beispielsweise ein Mischbettharz für Silikatfilter eingesetzt werden.

TDS-Wert im Meerwasseraquarium – ist ein niedriger Wert immer besser?

Hier muss zwischen Osmosewasser und dem fertig angesetzten Meerwasser unterschieden werden.

Beim Osmosewasser ist ein möglichst niedriger Gehalt an unerwünschten gelösten Stoffen sinnvoll, weil es als Ausgangswasser für die weitere Aufbereitung verwendet wird.

Das fertige Meerwasser im Riffaquarium enthält dagegen absichtlich zahlreiche gelöste Salze und Mineralstoffe. Sein TDS-Wert beziehungsweise Leitwert ist deshalb naturgemäß deutlich höher.

Der TDS-Wert ist daher kein sinnvoller Ersatz für die wichtigen Wasserparameter im Meerwasseraquarium.

Für die Beurteilung eines Riffaquariums sind je nach Fragestellung beispielsweise Salinität, KH, Calcium, Magnesium, Nitrat und Phosphat wesentlich aussagekräftiger.

Wie misst man den TDS-Wert von Osmosewasser richtig?

Für aussagekräftige Vergleichsmessungen kommt es nicht nur auf das Messgerät an. Auch die Durchführung sollte möglichst konstant sein.

  1. Sauberes Gefäß verwenden: Rückstände können das Messergebnis verfälschen.

  2. Messsonde sauber halten: Die Sonde sollte frei von Rückständen und Ablagerungen sein.

  3. Frische Wasserprobe verwenden: Für Vergleichsmessungen sollten die Proben möglichst unter gleichen Bedingungen entnommen werden.

  4. Messsonde richtig eintauchen: Dabei die Angaben des Herstellers beachten.

  5. Wert stabilisieren lassen: Nicht unbedingt den ersten angezeigten Wert übernehmen.

  6. Messwerte dokumentieren: Bei regelmäßigen Kontrollen ist der Verlauf besonders interessant.

Wenn du die Leistung deiner Osmoseanlage über längere Zeit beobachten möchtest, solltest du möglichst immer dasselbe Messgerät verwenden und unter ähnlichen Bedingungen messen.

TDS-Messgerät richtig verwenden – Messung des TDS-Werts von Osmosewasser

 

TDS-Messgerät für Osmosewasser

Wer den TDS-Wert seines Osmosewassers regelmäßig kontrollieren möchte, kann dafür ein geeignetes TDS-Messgerät verwenden.

Das ARKA myAQUA® pH/TDS/EC-Messgerät misst neben TDS auch die elektrische Leitfähigkeit, den pH-Wert und die Temperatur.

Der aktuelle TDS-Messbereich des Geräts reicht von 0 bis 9999 ppm, der EC-Messbereich von 0 bis 9999 µS/cm. Für TDS und EC wird eine Genauigkeit von ±2 % angegeben.

Damit eignet sich das Gerät beispielsweise dazu, den TDS-Wert des Osmosewassers regelmäßig zu kontrollieren und Veränderungen über die Zeit zu dokumentieren.

Was tun, wenn der TDS-Wert plötzlich steigt?

Wenn der TDS-Wert des Osmosewassers plötzlich deutlich höher ist als gewohnt, solltest du nicht sofort die Membran austauschen. Gehe am besten Schritt für Schritt vor.

1. Messung wiederholen

Zunächst sollte ausgeschlossen werden, dass es sich um einen Messfehler handelt. Kontrolliere die Sonde, das Gefäß und – sofern beim verwendeten Gerät vorgesehen – die Kalibrierung.

2. Ausgangswasser kontrollieren

Wenn sich der TDS-Wert des Leitungswassers deutlich verändert hat, kann sich auch das Ergebnis nach der Osmose verändern.

3. Direkt nach der RO-Membran messen

Wenn mehrere Filterstufen vorhanden sind, sollte geprüft werden, an welcher Stelle der erhöhte Wert entsteht.

4. Vorfilter und Membran überprüfen

Bleibt der Messwert dauerhaft erhöht, sollten Vorfilter, Wasserdruck und RO-Membran entsprechend den Herstellerangaben kontrolliert werden.

Kann ein TDS-Messgerät Silikat messen?

Nein, nicht gezielt.

Silikat kann zur elektrischen Leitfähigkeit des Wassers beitragen. Ein TDS-Messgerät kann jedoch nicht erkennen, welcher Anteil des Messwertes auf Silikat und welcher Anteil auf andere gelöste Stoffe zurückzuführen ist.

Wenn du wissen möchtest, ob Silikat im Wasser vorhanden ist und in welcher Konzentration, ist dafür ein geeigneter Silikat-Test beziehungsweise eine entsprechende Laboranalyse erforderlich.

Kann ein TDS-Messgerät einzelne Schadstoffe erkennen?

Nein. Ein TDS-Messgerät ist kein Testgerät für einzelne Schadstoffe.

Es kann nicht unterscheiden, ob die gemessene Leitfähigkeit beispielsweise durch Calcium, Magnesium, Natrium, Nitrat oder andere gelöste Ionen verursacht wird.

Ein niedriger TDS-Wert bedeutet deshalb nicht automatisch, dass jeder einzelne unerwünschte Stoff vollständig entfernt wurde.

Umgekehrt bedeutet ein höherer TDS-Wert nicht automatisch, dass das Wasser problematisch ist. Entscheidend ist immer die Zusammensetzung des Wassers und die jeweilige Anwendung.

Warum können verschiedene TDS-Messgeräte unterschiedliche Werte anzeigen?

Wenn zwei TDS-Messgeräte dieselbe Wasserprobe messen und unterschiedliche Werte anzeigen, muss nicht zwangsläufig eines der Geräte defekt sein.

Mögliche Ursachen sind:

  • unterschiedliche EC-TDS-Umrechnungsfaktoren

  • unterschiedliche Temperaturkompensation

  • abweichende Messgenauigkeit

  • unterschiedliche Kalibrierung

  • verschmutzte Messsonden

  • unterschiedliche Messbedingungen

Für eine Verlaufskontrolle deiner Osmoseanlage ist es deshalb sinnvoll, möglichst bei einem Gerät und einer konstanten Messmethode zu bleiben.

Wie oft sollte man den TDS-Wert kontrollieren?

Eine feste Messhäufigkeit ist nicht für jede Osmoseanlage notwendig.

Wer seine Wasseraufbereitung regelmäßig kontrollieren möchte, kann den TDS-Wert beispielsweise in bestimmten Abständen messen und dokumentieren. Besonders sinnvoll ist eine Kontrolle dann, wenn sich die Wasseraufbereitung verändert, Filter gewechselt wurden oder der Messwert ungewöhnlich erscheint.

Wichtiger als möglichst häufige Messungen ist dabei eine vergleichbare Messung über einen längeren Zeitraum.

TDS-Wert und Wasserqualität im Meerwasseraquarium

Für das Meerwasseraquarium ist TDS vor allem bei der Kontrolle des Ausgangswassers interessant.

Osmosewasser wird beispielsweise für das Ansetzen von Meerwasser und für das Nachfüllen von verdunstetem Wasser verwendet. Eine möglichst kontrollierte Ausgangsqualität hilft dabei, nicht unnötig zusätzliche gelöste Stoffe in das Aquarium einzubringen.

Der TDS-Wert des fertigen Meerwassers ist dagegen nicht der entscheidende Parameter für die Beurteilung des Riffaquariums. Hier sind die einzelnen relevanten Wasserwerte und insbesondere die Salinität wesentlich wichtiger.

TDS-Wert, Leitwert und Osmosewasser richtig einordnen

Der TDS-Wert ist in erster Linie ein praktischer Kontrollwert.

Er kann dir dabei helfen, Veränderungen der Wasseraufbereitung schnell zu erkennen. Besonders nützlich ist der Vergleich von Ausgangswasser und Osmosewasser sowie die Beobachtung des Messwertes über einen längeren Zeitraum.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht immer:

„Ist mein TDS-Wert exakt 0 ppm?“

Oft ist die bessere Frage:

„Wie verhält sich mein TDS-Wert im Vergleich zu früher und unter denselben Bedingungen?“

Wenn der Wert dauerhaft deutlich ansteigt, sollte die Ursache untersucht werden. Dabei können Messgerät, Temperatur, Ausgangswasser, Wasserdruck, Vorfilter und RO-Membran eine Rolle spielen.

Fazit: Welcher TDS-Wert ist gut?

Ein allgemein gültiger „guter TDS-Wert“ lässt sich nicht mit einer einzigen Zahl festlegen.

Bei Osmosewasser ist grundsätzlich ein niedriger TDS-Wert wünschenswert. Wie niedrig der Wert tatsächlich ausfällt, hängt jedoch von der Wasseraufbereitung, dem Ausgangswasser und den Messbedingungen ab.

Besonders wichtig ist deshalb die Entwicklung des Wertes über die Zeit. Ein dauerhaft stabiler Messwert ist für die Kontrolle der Osmoseanlage häufig aussagekräftiger als ein einzelner Messwert.

Ein TDS-Messgerät ersetzt dabei keine gezielte Wasseranalyse. Es ist vielmehr ein praktisches Werkzeug, um TDS und elektrische Leitfähigkeit schnell zu kontrollieren und Veränderungen der Wasseraufbereitung frühzeitig zu erkennen.

FAQ zum TDS-Wert bei Osmosewasser

Welcher TDS-Wert ist bei Osmosewasser gut?

Ein möglichst niedriger TDS-Wert ist bei Osmosewasser grundsätzlich wünschenswert. Einen universellen Zielwert gibt es jedoch nicht, da das Ergebnis vom Ausgangswasser, der RO-Membran und den Betriebsbedingungen abhängt.

Ist 0 ppm TDS bei Osmosewasser ideal?

Ein sehr niedriger TDS-Wert kann auf eine starke Reduktion gelöster Stoffe hinweisen. 0 ppm sollte jedoch nicht als alleiniger allgemeingültiger Qualitätsmaßstab betrachtet werden.

Was bedeutet ein steigender TDS-Wert?

Ein steigender TDS-Wert nach der RO-Membran kann auf eine veränderte Membranleistung oder andere Veränderungen der Wasseraufbereitung hinweisen. Zunächst sollten jedoch Messgerät und Messbedingungen überprüft werden.

Ist TDS dasselbe wie Leitwert?

Nein. Der Leitwert beschreibt die elektrische Leitfähigkeit des Wassers. Der TDS-Wert wird daraus mithilfe eines Umrechnungsfaktors abgeleitet und stellt eine Schätzung der gelösten Stoffe dar.

Kann ein TDS-Messgerät Silikat messen?

Nein. Ein TDS-Messgerät kann Silikat nicht gezielt bestimmen. Dafür ist ein geeigneter Silikat-Test oder eine Laboranalyse erforderlich.

Kann ich mit einem TDS-Messgerät die RO-Membran kontrollieren?

Ja. Der TDS-Wert kann als praktischer Kontrollwert verwendet werden. Besonders hilfreich ist der Vergleich von Ausgangswasser und Wasser nach der RO-Membran sowie die Beobachtung des Messwertes über längere Zeit.

Warum steigt der TDS-Wert nach einer Mineralisierung?

Bei einer Mineralisierung werden dem Wasser gezielt Mineralstoffe beziehungsweise Ionen zugeführt. Dadurch steigt die elektrische Leitfähigkeit und damit normalerweise auch der angezeigte TDS-Wert.

Ist ein niedriger TDS-Wert im Meerwasseraquarium immer besser?

Für Osmosewasser ist ein niedriger Wert grundsätzlich erwünscht. Im fertigen Meerwasser ist TDS dagegen kein sinnvoller Hauptparameter, weil Meerwasser absichtlich zahlreiche gelöste Salze und Mineralstoffe enthält.

Weiterführende Informationen

Wenn du dich ausführlicher mit Osmosewasser im Meerwasseraquarium beschäftigen möchtest, findest du weitere Informationen im Ratgeber Osmoseanlage für Meerwasser – warum ist sie wichtig?.

Für die technische Wasseraufbereitung findest du außerdem passende Osmoseanlagen und Umkehrosmoseanlagen.

Wenn nach der Osmose eine zusätzliche Reinstwasseraufbereitung gewünscht ist, findest du passende Produkte in der Kategorie Mischbettharz für Silikatfilter.